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Markus Lenzen
Schwarze Asche – goldene Erinnerungen an 10 Jahre Fotografie im Schatten des Brandes im Hohen Venn
Canon EOS R5 II + Canon RF 100-300mm 2.8 L IS
Ein stumpfes Schwarz liegt wie ein Tuch über dem Hochmoor, wo sonst das Wollgras wie weiße Wattebausche im Wind tanzte. In der endlosen Weite, in der man sonst die frische, klare Moorluft einatmete, liegt jetzt ein schwerer, stummer Brandgeruch über den weiten, einsamen Flächen der Hochebene.
Es bricht mir das Herz, dieses Plateau so zugerichtet zu sehen. Als Naturfotograf erkundige ich dieses einzigartige Hochmoor seit über einem Jahrzehnt mit meiner Kamera. Ich bin immer auf der Suche nach Momenten, Farben, Formen, der einzigartigen Tierwelt oder besonderen Lichtstimmungen, um dem flüchtigen Augenblick Dauer zu verleihen.
Es war nie nur ein Ort für schöne Fotos, das Venn war ein Ort, an dem der Lärm der Welt schwieg und man einfach mal durchatmen konnte. Wer das Hohe Venn je im Nebel erlebt hat, weiß, wie tief die Stille hier greifen kann – doch die Stille nach dem Brand ist eine andere. Sie ist schwer, verbrannt und taub.
Ich kenne die Pfade, auf denen morgens um fünf Uhr der Tau an den Spinnennetzen glitzerte, oder wo in der Goldenen Stunde das Moor in ein goldenes Abendlicht getaucht wurde und die Zeit regelmäßig still stand. Oder der Moment, als ich zum ersten Mal den Hochmoor-Perlmuttfalter über den Pfeifengräsern flattern sehen konnte und ihn dann auch ein Jahr später endlich fotografieren durfte!
Das Hohe Venn hat mir beigebracht, genau hinzusehen: auf die winzigen Sonnentautropfen oder Eisdetails im Winter am Boden ebenso wie auf die unendliche Weite des Horizonts, wo im Spätherbst Kraniche von ihren Schlafplätzen abhoben und über der Vennlandschaft ihre Kreise zogen.
Es ist einfach ein besonderer Ort, der mich jedes Mal aufs Neue überrascht, und jeder Holzsteg trägt Erinnerungen an Momente, die mich vollkommen zur Ruhe kommen lassen.
Dass all das innerhalb weniger Stunden, bzw. Tage in Flammen aufgegangen ist, schmerzt tief. Auf den Speicherkarten meiner Festplatten existiert eine Welt, die es so an vielen Stellen nicht mehr gibt. Das Durchforsten der alten Bildarchive tut weh, und doch ist es mein einziger Trost: Diese Fotografien sind das Gedächtnis einer Landschaft, die ich über ein Jahrzehnt lang lieben gelernt habe. Sie erinnern mich daran, was war, was wir beschützen müssen und wofür es sich lohnt zu trauern!
Aber das Venn hat im Laufe der Jahrtausende gelernt, mit dem Feuer zu leben. Und so hoffe ich, dass unter der verbrannten Kruste, tief im feuchten Torf, noch Leben schläft. Es wird sicherlich Jahre dauern, und die Landschaft wird lange vernarbt bleiben – doch die Natur wird hoffentlich zurückkehren.
Bis dahin bleibe ich mit der Kamera dem Hohen Venn treu, um auch diese Narben zu dokumentieren und ein Stück Zeitgeschichte festzuhalten.
Viele Grüße Markus
Canon EOS R5 II + Canon RF 100-300mm 2.8 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 100-300mm 2.8 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 100mm 2.8 L Macro IS
Die feinen Details im Moor: Sternförmiges Torfmoos mit verfärbtem, von Frost überzogenem Laubblatt.
Canon EOS 5D Mark III + Sigma 150mm 2.8 Macro
Canon EOS 5D Mark IV + Tamron SP 15-30mm f/2.8
Canon EOS R + Canon EF 16-35mm 4.0 L IS
Canon EOS R5 II + Canon RF 100-300mm 2.8 L IS
Canon EOS R5 II + Canon RF 100-300mm 2.8 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 14-35mm 4.0 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS 5D Mark IV + CANON EF 24-70mm 4.0 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 24-105mm 4.0 L IS
Canon EOS 5D Mark IV + Canon EF 16-35mm 4.0 L IS
Canon EOS 5D Mark IV + Sigma 150mm 2.8 Macro
Canon EOS R5 II + Canon RF 2X Extender + Canon RF 70-200mm 2.8 L IS Z
Canon EOS R5 + Canon RF 14-35mm 4.0 L IS
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS 5D Mark IV + Canon EF 16-35mm 4.0 L IS
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