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Markus Lenzen
Wolken aus Federn: Als mehrere hunderttausende Bergfinken Bad Berleburg besuchten
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Es ist Ende Januar 2021, als ich die Info bekam, dass sich in einem kleinen Tal bei Bad Berleburg an der Grenze zum Sauerland wohl jeden Abend hunderttausende Bergfinken einfinden, um in den dortigen dichten und dunklen Tannenwäldern einen sicheren Schlafplatz für die Nacht zu finden.
So ging es direkt am nächsten Abend los in die Region Wittgenstein, um dieses Naturschauspiel selber live erleben zu können. Angekommen wirkte das kleine Tal unspektakulär und in Anbetracht der Jahreszeit auch recht trostlos. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass es hier gleich zu einem besonderen Naturphänomen kommen sollte.
Bis zu zwei Millionen Bergfinken in Bad Berleburg
Pünktlich, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, tänzeln die ersten, kleinen Schwärme über den bewaldeten Bergzügen ein.
Nur Minuten später summieren sich die kleinen Vögel zu einem riesigen Schwarm. Nun sind es nicht die Wolken, die den Himmel verdunkeln, sondern Fringilla montifringilla, so der wissenschaftliche Name der Bergfinken.
Die Eindrücke und vor allem auch die Geräuschkulisse lassen sich schwer in Worte fassen. Jedes Mal, wenn ein Schwarm Bergfinken über meinen Kopf sauste, konnte ich das Geräusch, das an einen rauschenden Fluss erinnert, deutlich wahrnehmen.
Wie viele Vögel hier über den Köpfen schwirren, lässt sich mit bloßem Auge kaum schätzen. Ortsansässige Ornithologen schätzen die Anzahl der Bergfinken auf bis zu zwei Millionen Vögel in der Spitze.
Auch fotografisch ein besonderes Highlight
Neben den unvergesslichen Eindrücken, sowohl visuell als auch akustisch, kam auch die Fotografie nicht zu kurz. Wenn man normal einzelne Vögel oder mal eine kleine Gruppe fotografiert, kann einem so eine Menge an Tieren extrem überfordern und man muss sich erst einmal sortieren. Ich habe mich ganz bewusst für die Dokumentation des Naturschauspiels in ihrem Lebensraum entschieden und nicht für die Fotografie einzelner Individuen.
Canon EOS R5 + Canon EF 400MM 2.8L IS III
Canon EOS R5 + Canon EF 400MM 2.8L IS III
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS R5 + Canon EF 400MM 2.8L IS III
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS R5 + Canon EF 400MM 2.8L IS III
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Canon EOS R5 + Canon EF 400MM 2.8L IS III
Canon EOS R5 + Canon EF 400MM 2.8L IS III
Canon EOS R5 + Canon RF 100-500 4.5-7.1 L IS
Es war ein wunderbares, extrem eindrucksvolles und vielleicht sogar einmaliges Erlebnis! Für einen Naturfotografen ist die Beobachtung eines solchen Schwarms – wie Sie ihn im Januar 2021 im Rothaargebirge erlebt haben – ein Glücksfall und kann definitiv als ein Höhepunkt der dokumentarischen Naturfotografie gelten, da die Bedingungen für solch riesige Konzentrationen nicht jedes Jahr gegeben sind.
Viele Grüße Markus
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